Bank J. Safra Sarasin Ltd (Research)

Selbstverständnis

Die Bank J. Safra Sarasin AG ist eine führende, nachhaltige Privatbank, die sämtliche Vorzüge des Schweizer Finanzplatzes mit dynamischen und personalisierten Beratungsleistungen verbindet und sich auf Anlagechancen an den internationalen Finanzmärkten konzentriert. Sie ist Teil der sich in Familienbesitz befindenden Safra Gruppe, die auf eine langjährige erfolgreiche Geschichte im Private Banking zurückblicken darf.

Die J. Safra Sarasin Gruppe ist in erster Linie ihren Kunden respektive der Verwaltung und der weiteren Entwicklung des Vermögens ihrer Kunden verpflichtet. Die ganze Gruppe steht auf solidem finanziellen Fundament und verfolgt konservative Prinzipien. Die Zugehörigkeit zur Familie Safra, bietet den Unternehmen der Gruppe und ihren Kunden Stabilität und eine langfristige Perspektive. Sie setzt damit im Interesse ihrer Kunden und Mitarbeitenden und im Sinne der Nachhaltigkeit auf die Minimierung von Risiken. J. Safra Sarasin ist weltweit als führender Finanzanbieter anerkannt und ist an 25 Standorten in Europa, Asien, dem Mittleren Osten und Lateinamerika vertreten. Per Ende Dezember 2014 wurden Kundenvermögen in der Höhe von CHF 147 Milliarden verwaltet und 1980 Mitarbeitende beschäftigt. Die Gruppe verfügt über ein Eigenkapital von CHF 3.8 Milliarden.

Die J. Safra Sarasin Gruppe ist überzeugt, dass der langfristige wirtschaftliche Erfolg ihrer Kunden die beste Basis ist für die Beständigkeit ihres eigenen Erfolgs. Daher setzt die Gruppe in allen Aspekten ihrer Geschäftstätigkeit auf nachhaltiges Denken und Handeln. Nachhaltigkeit verschafft der Gruppe ein unverwechselbares Image im Markt und schafft Kontinuität über die Zeit und Generationen.

Rechtsform

Aktiengesellschaft

Gesellschafter/Eigentumsverhältnisse

Die Bank J. Safra Sarasin AG ist in Besitz der Familie Safra, die auf eine langjährige erfolgreiche Geschichte im Private Banking zurückblicken darf. Alle Unternehmen der Safra Gruppe verfügen über eine solide finanzielle Grundlage.
 

Gründung:

1841

Vorstand/Geschäftsführung

Executive Committee: Edmond Michaan (CEO), Daniel Belfer, Serge Ledermann, Thomas A. Müller, Sergio A. Penchas, Gilbert Ribeira, Bas Rijke, Marcelo Szerman, Elie Sassoon, Enid Yip

Zahl und Qualifikation der Mitarbeiter

Das Sustainable Investment Research umfasst 15 Expertinnen und Experten und zählt damit zu den grössten der Nachhaltigkeit gewidmeten Investment Teams weltweit.
 

Beirat

J. Safra Sarasin wird durch einen externen Nachhaltigkeits-Beirat (Sustainable Investments Advisory Council) beraten. Dieser setzt sich aus erfahrenen, internationalen Experten im Bereich der nachhaltigen Anlagen zusammen. Die Mitglieder helfen die nachhaltigen Anlageprodukte weiterzuentwickeln und geben ihre Erfahrung hinsichtlich „Best Practices“-Beispielen weiter. Zudem wird der Zugang zu akademischen Forschungsergebnissen im Bereich der nachhaltigen Investments ermöglicht.

Aktuelle Mitglieder: Dr. Wolfgang Engshuber (Präsident), Dr. Andreas G. F. Hoepner

Kooperationen/Mitgliedschaften

Forum für nachhaltige Geldanlagen, Swiss Sustainable Finance, Sustainable Finance Geneva, Investor Climate Statement, Schweizerische Vereinigung für ökologische bewusste Unternehmensführung, Centre of Sustainability Management an der Universität Lüneburg, Zentrum für Nachhaltigkeit der ETH Zürich, Association for Responsible & Sustainable Investment Asia, European and UK Social Investment Forum, Carbon Disclosure Project, Emerging Market Disclosure Project, London Accord, Principles for Responsible Investment (PRI), Forest Footprint Disclosure Project, CDP Water Disclosure Project, Social Investment Forum ESG Disclosure Project (USA), Access to Medicine Index, Investors' Statement on Payments Transparency in the Extractive Sectors (EITI), 2008 Investor Statement on a Global Agreement on Climate Change, 2009 Investor Statement on the Urgent Need for a Global Agreement on Climate Change, Sustainable Solar Initiative.

Hintergrund

Das Ziel der Bank J. Safra Sarasin ist es, die Position als Marktführer für nachhaltige Geldanalgen auszubauen und differenzierte Kundenansprüche bedarfsgerecht zu bedienen. Dabei stützen wir uns in erster Linie auf die bewährte Sustainability-Matrix und lassen zusätzlich unsere Nachhaltigkeitskenntnisse in jeden Schritt des Anlageprozesses einfliessen: Von der Konstruktion des Anlageuniversums über die Finanzanalyse und Portfoliokonstruktion bis hin zum Reporting.

Research

Nachhaltigkeits-Analyse
 
Das Sustainable Investment Research umfasst 15 Expertinnen und Experten und zählt damit zu den grössten der Nachhaltigkeit gewidmeten Investment Teams weltweit. Es selektiert, analysiert und interpretiert Unternehmen unter anderem auf der Basis von externen Rohdaten. Die Rohdaten im Bereich Umwelt und Soziales stammen vom international führenden Nachhaltigkeitsresearch-Anbieter MSCI ESG. Rohdaten im Bereich Governance werden von der Firma GMI (Governance Metrics International) bereitgestellt. Daten zu kontroversen Geschäftstätigkeiten und Reputationsrisiken von Firmen werden von der Schweizer Firma RepRisk bezogen. Diese Daten ermöglichen die frühzeitige Identifikation und Analyse von Reputations-, Compliance und finanziellen Risiken. Die Rohdaten der neuen Anbieter sind von höchster Qualität und stellen die ideale Datengrundlage für die Einstufung von Unternehmen innerhalb unserer proprietären Sarasin Sustainability-Matrix® dar.
Die Methodik der Nachhaltigkeitsanalyse basiert auf den drei Pfeilern E, S und G (Environment, Social and Governance). Die drei Pfeiler haben je ein Gewicht von 20 bis 50% am Gesamtrating  je nach Branche. aufweisen. Die Nachhaltigkeitsanalyse erfolgt fokussiert auf sogenannte Schlüsselthemen („Key Issues“). Dabei handelt es sich um ausgewählte ESG-Aspekte, die für eine spezifische Industrie besonders relevant sind. Pro Branche werden zwischen 5 und 10 Key Issues definiert. Im Automobilsektor sind dies beispielsweise: CO2-Emissionen, Chancen in Clean Technology, Mitarbeitenden-Beziehungen, Produktsicherheit und –qualität.
Kontroverse Geschäftstätigkeiten und Reputationsrisiken von Firmen werden systematisch erfasst und im Unternehmensrating reflektiert. Diese Berücksichtigung kann zu einer substanziellen Reduktion des Ratings resp. zu einem Ausschluss aus dem nachhaltigen Anlageuniversums führen.
Informationen bezüglich des Nachhaltigkeitsratings von Einzelunternehmen werden anhand der neuen Sustainability Company Profiles Kunden zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um ein einseitiges Faktenpapier, das die methodischen Weiterentwicklungen reflektiert und entsprechend in einem neuen Layout erscheint.

Kriterien

Negativ:
Unternehmen, die im Rahmen der kontroversen Geschäftsfelder Nuklearenergie, Gentechnik in der Landwirtschaft, Gentechnik in der Medizin (menschliches Klonen und andere Manipulationen der menschlichen Keimbahn), Rüstungsgüter, Tabak und/oder Pornographie tätig sind, werden aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen.
Für die beiden Bereiche Kernenergie und Rüstung gilt eine Umsatzgrenze von 5%, im Bereich Rüstung werden zusätzlich die 25 grössten Rüstungsunternehmen weltweit ausgeschlossen (unabhängig von ihrem Umsatzanteil). Weiter führen substantielle Verstösse von Unternehmen gegen allgemein, global anerkannte Menschenrechte und Normen zum Ausschluss aus dem Anlageuniversum.

Unternehmensanalyse:
Die Unternehmensanalyse setzt sich aus einem Industrie- und einem Unternehmensrating zusammen und reflektiert die entsprechenden ESG-Chancen und -Risiken.

Industrierating („Best-of-classes“): Jede der von uns verwendeten Sub-Industrien (entlang der GICS-Klassifizierung) verfügt über ein eigenes Nachhaltigkeitsrating. Dieses basiert auf einem proprietären Modell, welches die relevanten Umwelt-, Sozial- und Governance-Chancen und Risiken analysiert. Die Analyse erfolgt entlang der Wertschöpfungskette, direkte und indirekte Einflüsse werden berücksichtigt. Riskante Industrien (z.B.: Öl und Gas) besitzen ein niedriges Rating und unbedenkliche Industrien einen hohen Wert (z.B.: Telekommunikation). Die zugrundliegenden Rohdaten stammen grösstenteils aus öffentlich zugänglichen Daten. Die Ergebnisse der Kalkulation werden jährlich von den Sustainable Investment Analysten hinsichtlich ihrer Plausibilität überprüft (z.B. unter Bezugnahme anderer Datenquellen).

Unternehmensrating („Best-in-class“): Die Unternehmensanalyse identifiziert die relevanten ESG-Risiken und Chance pro Unternehmen. Dazu werden sogenannten ESG-Schlüsselkriterien ausgewählt und bewertet, die für eine spezifische Industrie besonders relevant sind. Pro Branche werden zwischen 5 und 10 Key Issues definiert. Auf der Umweltseite gehören z.B. der ökologische Fussabdruck, Kohlendioxid-Emissions, Energieeffizienz oder Chancen im Bereich der erneuerbaren Energien zu den verwendeten Bewertungskriterien. Auf der Sozialseite werden z.B. die Arbeitsbedingungen in den Lieferketten, Sicherheit und Gesundheitsschutz oder die Humankapitalentwicklung bewertet. Relevante Kriterien im Bereich Governance sind die Zusammensetzung und Kompetenzen des Verwaltungsrat, Vergütungssysteme und die Eigentumsverhältnisse. In Ergänzung zur Bewertung dieser ESG-Schlüsselkriterien werden kontroverse Geschäftstätigkeiten und Reputationsrisiken von Firmen systematisch erfasst und im Unternehmensrating reflektiert. Diese Berücksichtigung kann zu einer substanziellen Reduktion des Ratings resp. zu einem Ausschluss aus dem nachhaltigen Anlageuniversums führen.

Öffentliche Institutionen durchlaufen ein ähnliches Analyseverfahren wie Unternehmen. Um der Besonderheit dieser Emittenten besser Rechnung zu tragen, wird zusätzlich zu den Leistungen für Umwelt und Gesellschaft der Organisationszweck bewertet.
Weitere, detailliertere Informationen finden Sie in unseren „Europäischer Transparenz Kodex“ zu finden.

Länderrating
Ein nachhaltiges Länderrating kann im Laufe des Anlageprozesses von Bedeutung sein, so zum Beispiel bei der geographischen Allokation der Assets. Im festverzinslichen Bereich wird es in Ergänzung zur Kreditanalyse eingesetzt. Im Gegensatz zu vorwiegend finanziell ausgerichteten Beurteilung von Staaten (wie z.B. von Moody’s und Standard & Poors) helfen nachhaltige Länderratings, strukturelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Da Faktoren analysiert werden, die kurzfristig kaum wesentliche Veränderungen erfahren, liegt der Anwendungshorizont von auf Nachhaltigkeitsfaktoren basierten Länderratings bei 5 Jahren oder mehr.

Bei Ländern werden die folgenden Dimensionen unterschieden beziehungsweise bewertet und ebenfalls in der proprietären Sarasin Sustainability-Matrix abgebildet:

• Verfügbarkeit von Ressourcen (y-Achse): Auf der y-Achse wird die Verfügbarkeit von Ressourcen dargestellt. Diese beschreibt die (Netto-)Verfügbarkeit der (natürlichen) Ressourcen eines Landes. Diese stellen sozusagen die ökologische Entwicklungsgrundlage eines Landes dar.

• Ressourceneffizienz (x-Achse): Die x-Achse (Ressourceneffizienz) beschreibt die sozialen und “organisatorischen“ Rahmenbedingungen, die erst eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft (und somit eine effiziente Nutzung der Ressourcen) möglich machen. Dazu gehören unter anderem Faktoren wie eine effektive Legislative und Judikative sowie ein modernes Bildungssystem.

Insgesamt fliessen über 90 verschiedene Kriterien aus den drei Bewertungspfeilern (Umwelt, Soziales und Governance) in das Länderrating ein, welche alle gleich gewichtet werden. Die Rohdaten stammen aus einer grossen Anzahl verschiedener Quellen (u.a. World Bank, CIA, UN-Organisationen, Freedom House, Global Footprint Network, Amnesty International etc.).

Bewertungs-/Rating-System

Jede Industrie und jedes Unternehmen erhält einen Wert (Score) beziehungsweise ein Ergebnis aus der durchgeführten Nachhaltigkeitsanalyse. Diese Werte fliessen in die unten gezeigten Bank J. Safra Sarasin Nachhaltigkeits-Matrix ein. Die Position bestimmt die Verfügbarkeit für das nachhaltige Anlageuniversum (grau eingefärbte Bereiche gehören zum nachhaltigen Anlageuniversum). In Industrien mit tiefen Nachhaltigkeitsratings müssen die Unternehmen einen hohen Wert erzielen, damit sie ins Universum gelangen. In weniger exponierten Industrien genügt ein durchschnittliches Nachhaltigkeitsrating.

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Qualitätssicherung:

Die Qualitätssicherung des Anlageuniversums auf der Ebene der Einzelfirmen aber auch des gesamten Universums wird durch das Sustainable Investment Research laufend gewährleistet. Ebenso wird das Sustainable Investment Research-Methodologie kontinuierlich überprüft. Mindestens einmal pro Jahr werden die verwendeten Messgrössen analysiert und allenfalls aktualisiert. Die angewandte Methodik erfüllt die hohen internen Qualitätsstandards.

Produkte und Leistungen

Das Asset Management der Bank bietet eine breite Palette nachhaltiger Anlageprodukte bis hin zur massgeschneiderten Vermögensverwaltung für verschiedene Anlagebedürfnisse.

Ausserdem sind folgende nachhaltige Publikumsfonds der Bank Sarasin erhältlich:

 

Kunden und betreute Fonds

Neben den privaten und institutionellen Mandaten betreut das Asset Management der Bank folgende „Fremdfonds“:
 
Einige in Drittfonds, die in Deutschland und/oder Österreich und/oder der Schweiz zugelassen sind:
 


 Die letzte Aktualisierung des Profils erfolgte im Mai 2015.

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